Ich war dort! Dabei war das gar nicht der Plan - ursprünglich. Aber wenn man schon mal in Budapest ist...
Und ich dachte immer, Sziget wäre super günstig. Alles ist ja relativ, aber ein Schnäppchen ist Sziget definitiv nicht. Aber wer will schon über Preise meckern, geht es doch um die Festival-Experience selber... :-) Und die ist, soweit ich das beurteilen kann, noch ein ordentliches Stück lässiger und punkiger als z.B. Southside. Der Zugang zur Insel über diese eine Brücke ist schon irgendwie großartig.
Drinnen sind dann alle cool und draussen, naja da eben nicht. Und so schön international. Ich bin mir unsicher, ob ich da wirklich campen würde, was nun wirklich viele tun, aber "mal kurz zum Auto" ist halt nicht drin.
Unser Line-Up für Mittwoch:
I am X - wirklich ein Überraschung. Gut, das ist nicht schwer, habe ich doch von Bands und deren Namen keine Ahnung - ich würde sogar nicht mal schwören, dass ich sie nicht schon mal woanders gesehen habe - aber da Namen für mich Schall und Rauch sind... Leider waren wir zu spät, da wir das ganze Anreise-Gedöns inkl. Menschenmassen und Kartenkaufen echt unterschätzt hatten.
Nouvelle Vague
Naja, Franzosen halt. Soll ja nicht abwertend klingen. Eine der beiden Frauen hat auch echt "great legs"! Zumindest darauf konnten sich die Jungs um mich herum alle einigen. ;-) Ansonsten war ist die Musik ja eher zum Chillen geeignet, auch wenn man bestimmt total ausflippen hätte können. Wir flippten jedenfalls nicht.
Ska-P
So richtig habe die Spanier es nicht geschafft, uns aus der Chill-Laune zu holen. Also ein guter Zeitpunkt, mal das Gelände der Hauptbühne zu checken (und zu fotografieren), einen Burrito zu holen und sich auf den mit Teppich ausgelegten Marlboro Stand zu verziehen. Das lonesome Rider Image des viehtreibenen Marlboro-Rauchers wollte sich hier zwar nicht so recht transportieren, aber mir sollte es recht sein. Ich bin irgendwie dann doch nicht punkig genug, um im Müll zu schlafen, :-) zumal die Kleidungsvorschriften der Marlboro Girls denen des Frauen-Beachvolleyballs zu ähneln schienen.
Insgesamt hat uns Ska-P dazu angeregt, den Platz zu verlassen und uns anderen Bühnen zu widmen - z.B. Triphop/Substep- Circle Tent... googelt selber :-). Sehr nett. Sziget bietet wirklich für jeden Geschmack etwas. Jüdische Musik gefällig? Kein Problem? Ach, doch lieber Roma Musik? Bitte schön...
Verwirrend vielfältig.
Zurück geholt zur Hauptbühne hat uns dann nicht Snow Patrol, sondern ein Mädel, das unbedingt Snow Patrol sehen wollte. :-)
Ich finde die Musik ja echt gut, aber bitte nicht zum Festival. Gähn.
Lilly Allen hat es dann auch nicht mehr reissen können. Immerhin finde ich es nett, sie mal live gesehen zu haben, aber ein Festival-Reißer...
Nachher denkt noch jemand, es hätte mir nicht gefallen: Weit gefehlt! Sziget als Event ist eine Reise wert in jedem Fall. Aber: Man sollte sich schon vorher mal ein bißchen mit den 15 Bühnen auseinandersetzen und einen Plan haben, was man sehen will.
Und: Es gab ja auch noch Tag 2!
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